videokunst



kunstprojekte


Einen Wimpernschlag vom Blattgrün entfernt


In ihrer Ausstellung zeigen die beiden Künstlerinnen auf den ersten Blick zwei medial 

gegensätzliche Positionen: Videoinstallation und Malerei. 

Die Arbeiten von Georgia Wilhelm und Cornelia Dollacker kreisen aber um die gleichen Themen einer unverbogenen Gegenwärtigkeit von Natur im Gegensatz zum kontrollierenden Bewusstsein des Menschen.



    

 

Im Zuge ihrer eigenen Elternschaft realisierte Cornelia Dollacker eine Trilogie, die von der vorgeburtlichen Lebensentwicklung über Familienbeziehungen bis zur Identitätsbildung von Jugendlichen reicht. 

Aus einer explizit weiblichen Perspektive formulieren sich Mensch-Objektbeziehungen und Bewusstsein und Unterbewusstsein als zentrale Themen ihrer Installationen. 





sohnemann 


Im Rahmen der Gemeinschaftsausstellung mit Schülern steht die Videoinstallation bewusst raumbezogen im Kontext der Schule. Die dokumentarische Arbeit zeigt Gesprächsaufnahmen, in denen Mutter und Sohn in ihrer ganz eigenen Gestik und Sprache über sich berichten. Das Medium Video ermöglicht es dabei, den Dialog spontan und lebensnah aufzunehmen. Die Künstlerin untersucht in wie weit sich die Beziehung im Laufe der Entwicklung vom Kleinkind zum jungen Erwachsenen verändert. 






Es entstehen überraschende Gesprächsaufnahmen zur aktuellen Realität und "unversöhnliche" Einblicke in die imaginäre Wirklichkeit des Beziehungsgeflechtes zwischen Mutter und Sohn. Es geht um das unterhalb der Bewusstseinsschwelle einwirkende Idealbild, das die familär verbundenen Protagonisten lebenslang gegenseitig aufgebaut haben. Wichtige Aspekte der Identitätsbildung im Kontext des äußeren Umfelds und des inneren familiären Gefüges gelingt es festzuhalten.




1.50 mal unendlich

Interaktive Outdoor-Installationim Park am Anlagenring, zur Designveranstaltung "fresch", Frankfurt a. M. 

6 runde hängende und 6 liegende Spiegel, 
1 eingebaute WebCam in hängendem Spiegel, 6 Liegeinseln, vorbereitetes Videofootage und Soundfiles, Liveproduktion von Handyfilmen. 

 

 

Die Einheit: “1,50 m” ist als Symbol für einen dem Menschen nahliegende Größe zu ver-
stehen. Die Besucher liegen in den runden grünen Liegeinseln und die Perspektive richtet sich vertikal. Sie blicken nach oben - schwebend sehen sie ihr Spiegelbild in die unendliche Weite des Himmes projiziert.

Das Projekt spielt mit den visuellen Wahrnehmungen und der Kommunikation durch Spiegelungen. Das eigene Erleben und das der Umwelt gespiegelte Verhalten sind der Anfang von Kommunikation - und Kommunikation zu Gestalten ist die Profession der
drei Designerinnen Cornelia Dollacker, Christine Kummer und Ulrike Schneider.


 

Das Projekt wird dokumentiert auf der Website: www.einsfuenfzigmalunendlich.de



paralysiertes kaninchen                                             
Videoinstallation im eigenen Atelier,
Kunstansichten, Offenbach



 Hasenkaninchen, Offsetplatten, Erde,  Beamerprojektion

  

        

                    
micro structur                              
Gruppenausstellung "Werkstoffe",
experimentelle Material
entwürfe im
1822-Forum, Töngesgasse, Frankfurt

 Materialproben im Lasersinterverfahren

                                               


Die geschlossene Form löst sich auf in eine offene, filigrane Struktur. Die dingliche Welt entmaterialisiert sich und man gewinnt Abstand von einem Materialverständnis, das durch den Einsatz von Gewicht, Oberfläche und fugenloser Geschlossenheit Sicherheit, Stabilität und Langlebigkeit suggeriert.



Eine Materialität, die weniger Gewicht und mehr Information in sich trägt. Reduktion durch ein Minimum an Materie, die leicht, transparent und fast schwerelos erscheint aber statisch belastbar ist. Feinsinnig und filigran und die Wahrnehmung wechselt zwischen innen und
außen und es entsteht ein unablässiger Dialog der ständig in Bewegung bleibt.
Authentisches Material ist der Begriff für das entblößte Wesen zwischen konstruktiven und formenden Elementen eines Körpers.




weibsbilder                                         
                                                  
Gruppenausstellung "pinakothek local"
Interaktive Videoinstallation Alte Saline,
Perner-Insel, Hallein,
Österreich


 3 barocke, goldene Bilderrahmen,
3 Videoprojektionen, interaktive Programmierung



Geheime weibliche Botschaften, sie sich um Kelten und Kunst im Salzburger Land ranken, richten den Blick auf eine sagenumwogene Welt. Diese "Anderswelt" ist der paradiesische Hort von Fruchtbarkeit und der Geburt von Licht und Farbe. Stärke, Lebensfreude und Macht spielen eine ebenso große Rolle wie Ruhe und irdische Wiedergeburt.

In der keltischen Göttingen-Trinität
ursprünglich eine eindeutige Frauendomäne, die auch noch heute in der lokalen Kunstszene seine Gültigkeit zu haben scheint.



stimmsüchtig                                     
Filmfest im Hauptzollamt
vom Museum für Moderne Kunst
, Frankfurt
 

 12 Filmsequenzen mit jeweils 1:10 Min.
3 synchrongetaktete Monitore






 


Apparate haben sich aufgelöst, die Kommunikation über die Ferne hinweg ist geblieben.
Die Implantation eines Neurochips macht tele-phonieren vorstellbar. Der eigene Körper übernimmt die künstliche Schnittstelle und wird so zum Objekt der tele-kommunikativen Begierde.

Was liegt uns so sehr an der Kommunikation des reinen Hörens? Warum hängen wir stundenlang in den Leitungen? Die Frage stellt sich: "Wie stark wird sich unsere tele-
kommunikative Abhängigkeit entwickeln und ist uns das Bedürfnis "Stimme zu hören"
nicht schon in die Wiege gelegt?



kopfgeburt        ...................................                                                            
  

Videoinstallation
Gruppenausstellung, Festival junger Talente,
Messe Offenbach


 
Schwebendes Gewächshaus, Goldfolie, Beamerprojektion, Leinwand, Kontrollmonitor, Videorekorder                    2 Filmsequenzen von 2:16 Min. SVHS, Stereo


 

 

Aus dem Bauch heraus kommen säuselnde Töne, hohe Zischlaute und ein eilig hallender Herzrhythmustonus. In einem visuellen Dialog entstehen Bilder zwischen Begreifbarem und Unbegrifflichem. Das gleitende Abtasten innerer Vorgänge und gestanzter Datenfetzen wie manipulierter Diagnostikbildern äußerer Diagnosen verschmelzen zu einem um die wahre Begegnung zu spüren ohne sie sehen zu können.



fernsehstuhl                                       
Möbelobjekt mit Videofilm,
Hfg-Offenbach



  Stuhl, Lautsprecher in Lehne integriert,
Fernsehbildschirm als Sitzelement,

Filmausschnitte von Konfliktsituationen

5:30 Min, SVHS, Stereo